1933 – 1945

1933 Sollte Interesse für „Formalausbildung“ bei der Feuerwehr vorliegen, kann dass Buch komplett kopiert werden.
Protokolle von W.W.

1934 Am 26.02.1934 rückte die Wehr zur Bekämpfung eines Großfeuers in Gittelde aus. Schon 1934 beteiligte sich die Wehr an 2 Luftschutzübungen, es wurden Trupps eingeteilt und diese sollten selbstständig arbeiten.
1935 Zu beachten ist hier der Jubiläumsvermerk zum 60 jährigen bestehens der Feuerwehr Badenhausen.

1936 Zu diesem Zeitpunkt gab es die ersten politischen Probleme bei der Wahl des Hauptmannes. Die Hintergründe sind nur zum Teil bekannt und sollen deshalb hier auch nicht ausgebreitet werden. Die politischen Machthaber vollziehen die „Angliederung an das zu erwartende Reichsfeuerlöschgesetz“ mit einheitlicher Uniformierung, Gliederung und Dienstbezeichnung der Feuerwehren. Der Landesverband bleibt allerdings noch bestehen.

1938 Das Reichsfeuerlöschgesetz spricht von der Feuerwehr als einer „straff organisierten, vom Führerprinzip geleiteten, reichseinheitlich gestalteten, von geschulten Kräften geführten Polizeitruppe unter staatlicher Aufsicht“, wobei der Freiwilligen Feuerwehr die Aufgabe einer „technischen Hilfspolizeitruppe“ zugedacht war.
1939 Unter der Leitung der nicht wehrfähigen älteren Feuerwehrmänner fand am 10.09.1939 eine Übung mit Hitlerjungen und Jungvolk statt. Es darf hier nicht der Eindruck entstehen, dass es sich hier um eine sogenannte Jugendfeuerwehr handelte. Die Hitlerjungen und das Jungvolk wurden zwangsweise von den Feuerwehrmännern herangezogen. Zwangsweise heißt hier, auf Druck der politischen Machthaber.

1940
1941 Es wurde bestimmt, dass jeder Kamerad am“Tag der Polizei“ eine Reichsmark zu spenden hat. Die Feuerwehrkameraden wurden zu Straßensammlungen eingesetzt. Auf einer Versammlung erfolgte die Unterweisung über die Benutzung einer Rauchmaske.
1942 Es ist hier das letzte Protokoll, dass gefertigt wurde. Bis 1948 wurden vom Schriftführer keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlegt. Vorliegende Unterlagen und Bilder wurden beim Einmarsch der Amerikaner verbrannt. Der Schriftführer Wilhelm Weber zeigte mir im Garten, wo er sogar die Asche aus Angst vergraben hatte.
1945 Am 01.01.1945 bekämpften 6 Kameraden einen Schornsteinbrand am Posthof. Am 30.09.45 wurde der regelmäßige Dienstbetrieb nach Kriegsende wieder aufgenommen.

Die totale Ausschaltung der ursprünglichen ideellen Triebkraft der Gründungsjahre und seiner Nachfolgejahrzehnte war schrittweise vollzogen worden.- Das Ende der Feuerwehren ist in den Wirren des Kriegsendes mit Bombenkrieg, Flüchtlingsströmen, endgültigem staatlichen Zusammenbruch und Besatzungsmacht beschlossen.

Unser Dorf mutet im Vergleich zu unzähligen Orten in deutschen Landen wie eine Oase inmitten einer aus den Fugen geratenen Welt an. Die wenigen Brandschadfälle während des 3. Reiches sind bereits in den o.g. Jahren aufgeführt. Laut mündl. Mitteilung beschert das Jahr 1945 den Badenhäusern noch einen Tieffliegerangriff, wobei versehentlich der Stall des Bauern Wilhelm Lossie, Neuhütte 3 und die Stallung des Zimmermannes Ludwig Apel, Neuhüttte 2 in Brand gesetzt wurden. „Gott sei dank“ wurde die Absicht der NS-Machthaber, die „Festung Harz“ zu verteitigen, als sinnlos erkannt und vereitelt. Am 11.04.1945 nach Einmarsch der Amerikaner hatte der Wahnsinn ein Ende. Fast einen Monat früher als das eigentliche Kriegsende am 8. Mai.

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